Universal Streamkick

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : AutoIt, Icecast, OpenSource, PHP, Shoutcast, Windows

Das Stöbern in alten Datenbeständen fördert manchmal Interessantes zu Tage. "Universal Streamkick" ist ein kleines Tool, welches ich vor etwa 4 Jahren für meine Arbeit bei einem Webradio geschrieben und danach im mittlerweile nicht mehr existierenden "Serviceportal Radio" angeboten hatte. Dieses Tool dient dazu, die Verbindung eines Source-Streams eines Shoutcast- oder Icecast-Servers zu unterbrechen. Ich brauchte eine solche Funktion damals, um einen sogenannten Auto-DJ vor dem Beginn einer Live-Sendung zu "kicken", also den Stream für mich als Moderator freizuräumen - heute gibt es natürlich viel bessere Methoden. Das Tool erleichtert diese Aufgabe, sodass man nicht erst umständlich auf eine Webseite gehen muss. Stattdessen genügt es, eine kleine Windows-Anwendung aufzurufen, die dann ohne weitere Rückfrage den Stream freimacht. Der Aufruf lässt sich sogar noch beschleunigen, indem die Anwendung mit einer Tastenkombination versehen wird. Perfekt auch für blinde Nutzer, die beim Webradio ohnehin für jeden Klick weniger dankbar sein dürften.

Zeit also, das Tool mal wieder zur Verfügung zu stellen. Der Download enthält neben der in AutoIt geschriebenen Windows-Anwendung noch ein PHP-Script, welches serverseitig den eigentlichen Kick des Source-Streams übernimmt und nur für den Betreiber oder Webmaster eines Webradios relevant ist. Weitere Informationen sowie eine Installationsanleitung findet sich in der Datei Readme.txt.
Download: Universal Streamkick (.zip, 283 KB)

Audiodateien mit SndUp veröffentlichen

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Kategorisiert in : Software, Code, Webdienste Schlüsselwörter : Bash, Linux, OpenSource, Shell, Twitter, Windows

Der Dienst SndUp erlaubt es, Audiodateien über ein sehr einfaches Web-Interface hochzuladen, um sie in sozialen Netzwerken oder überall dort zu verbreiten, wo das temporäre Hochladen von Audiodateien gar nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Neben dem Web-Interface sind jedoch auch Desktop-Anwendungen für die verschiedensten Betriebssysteme geplant. Schon jetzt bietet SndUp auch eine API an, um Dateien aus eigenen Desktop- oder Web-Anwendungen heraus hochzuladen.

Für Windows-Anwender hat der Sprachausgaben-basierte Twitter-Client The Qube eine direkte SndUp-Anbindung integriert, was neben dem Hochladen von Audiodateien auch das direkte Abspielen im Client erlaubt, ohne die Dateien vorher herunterladen zu müssen. Neben SndUp unterstützt die Abspielfunktion auch alle weiteren direkten Audiolinks, sofern die Tweets mit dem Hashtag #Audio versehen sind.
Für Freunde der Linux-Kommandozeile erschien kürzlich das in Bash geschriebene Script SndUp Linux, welches ohne jegliche Optionen einen simplen Dialog anbietet, um eine Datei zu SndUp hochzuladen. Alternativ kann einfach ein Dateipfad an das Script übergeben werden, was sich damit auch zur Einbindung in automatisierte Prozesse eignen dürfte. Nach dem Hochladen wird, ähnlich wie bei The Qube, der Link zur Audiodatei angezeigt und kann bequem weiterverarbeitet werden.

Natürlich kann SndUp kaum mit den großen Audiodiensten wie zum Beispiel Audioboo oder Soundcloud mithalten, die dem Nutzer jeden noch so kleinen Komfort beim Veröffentlichen bieten. Doch gerade für Situationen, in denen man nicht ein umfangreiches Formular ausfüllen oder etliche Knöpfe bedienen möchte, ist SndUp eine durchaus gelungene Alternative.

VURecorder, eine einfache Audio-Capturing-Software

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : Audio, OpenSource, Windows

Programme zur Audio-Aufzeichnung gibt es jede Menge, doch darunter findet sich nur selten eines, das sich auf die einfachsten Aufgaben beschränkt. Während Audacity und co unverzichtbar sind, um bereits aufgezeichnete Dateien zu bearbeiten, möchte man in manchen Situationen eher ein weniger speicherhungriges Programm haben, um ein an der Soundkarte anliegendes Audiosignal aufzuzeichnen.
Bereits seit vielen Jahren leistet mir der von James Chapman entwickelte "VURecorder" für diesen Zweck sehr gute Dienste. Ich nutze ihn als eine unabhängige Aufzeichnungsmöglichkeit für meine Webradio-Sendungen, um nicht auf die etwas unzuverlässigere Mitschnittfunktion des Sendeprogramms angewiesen zu sein. Programm starten, gegebenenfalls die gewünschte Soundkarte und Samplingrate im Hauptfenster auswählen und mit Klick auf "Record" einen Dateinamen vergeben, mehr ist zum Starten einer Aufnahme nicht notwendig. Das Programm zeichnet in den Formaten Wave, FLAC, OGG und WMA auf, ein MP3-Encoder ist aus rechtlichen Gründen nur im unkompilierten Quellcode erhältlich. Während der Vergabe eines Dateinamens kann sogar eine zeitgesteuerte Aufnahme über die Checkboxen "Start" und "Finish" eingerichtet werden, womit sich der Recorder perfekt zum Mitschneiden von Radiosendungen über den line-Eingang der Soundkarte eignet. Es gibt auch eine Split-Funktion, die eine längere Aufnahme in maximal 2 GB große Einzeldateien aufteilt.
Für höchste Ansprüche ist der "VURecorder" allerdings nicht geeignet, da er nur eine Samplingrate von maximal 48000 Hz unterstützt, unabhängig von den Möglichkeiten der gewählten Soundkarte. Auf Systemen mit sehr vielen Eingängen gerät der Recorder ebenfalls an seine Grenzen, da er unter Umständen nicht alle verfügbaren Eingänge anzeigen kann. Hier hilft es aber, die nicht für die Aufnahme benötigten Eingänge/Geräte vorübergehend zu deaktivieren. Dieses Problem dürfte vor allem bei Systemen höher als Windows Vista auftreten, da hier die Audio-Eingänge nicht mehr nach Gerät getrennt sind, sondern jeder Ein- und Ausgang als eigenes Gerät im System auftaucht.

Noch ein Hinweis für Screen-Reader-Nutzer: Das Menü zur Einstellung der Split-Funktion ist mit Alt+Leertaste zu erreichen, lässt sich aber nur blind bedienen. Hal bzw. Super Nova ist der einzige mir bekannte Screen-Reader, der das Menü problemlos auslesen kann. Um den Split-Punkt auf 2 GB einzustellen, muss einfach nur nach Öffnen des Menüs die Curser-nach-oben-Taste einmal gedrückt und die Einstellung mit Enter bestätigt werden.

Direkter Download der Windows-Anwendung: http://www.vuplayer.com/files/vurecordersetup.exe

Tipp: CCleaner ohne Google-Toolbar installieren

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : Freeware, Windows

CCleaner hat sich mittlerweile zu einem sehr beliebten Reinigungswerkzeug für Windows- und Mac-Systeme entwickelt. Allerdings hat die Software einen Schönheitsfehler, denn während der Installation wird nach dem Zufallsprinzip die Installation von Google-Produkten angeboten. Dies wäre bei einem kostenlosen Produkt noch zu verschmerzen, wenn sich die Adware problemlos abschalten ließe. Jedoch ist die Checkbox, mit der man die Toolbar bzw. Google Chrome abwählen kann, nicht mit der Tab-Taste im Installer anwählbar und scheint manchmal sogar völlig auf dem Bildschirm unsichtbar zu sein. In diesem Fall sind Screen-Reader-Nutzer sogar im Vorteil, da sie meistens die Checkbox über die Maussteuerung per Tastatur erreichen können. Doch der erste Schritt nach der CCleaner-Installation besteht oft genug darin, die nervigen Mitbringsel wieder von der Festplatte zu putzen. Mag es sich bei CCleaner in der Standardversion auch um ein kostenloses Produkt handeln: eine solche Nötigung der Nutzer ist inakzeptabel.

Etwas versteckt findet sich auf der Produktseite jedoch eine weitere Download-Möglichkeit für CCleaner:
http://www.piriform.com/ccleaner/builds
Auf dieser Seite lässt sich das Programm als portabel nutzbares Zip-Archiv herunterladen, das einfach nur entpackt werden muss. Außerdem findet sich hier ein als "Slim" bezeichneter Installer, welcher ohne Google-Adware ausgeliefert wird, sich ansonsten aber nicht vom normalen Installer unterscheidet. Angeboten wird auf diese Weise nur die Windows-Version. Macintosh-Nutzer werden offenbar nicht mit Google-Software belästigt, ein kurzer Blick in das Installationspaket brachte keine zusätzlichen Komponenten zu Tage. Nachprüfen kann ich es an dieser Stelle jedoch nicht, da mir kein Mac zur Verfügung steht.

Software aus dem Q-Continuum

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : A11Y, Windows

Nein, hier geht es nicht etwa um eine Softwareschmiede des allmächtigen Q aus Star Trek, auch wenn eine gewisse Begeisterung für die Science-Fiction-Serie sicher Pate für die Domain gestanden hat.
Christopher Toth dürfte vielen blinden Computernutzern noch durch seinen Twitter-Client "Qwitter" bekannt sein, der ausschließlich per Tastatur und Sprachausgabe bedient werden konnte und auf Programmfenster nahezu völlig verzichtete. Der originale Client wird mittlerweile nicht mehr weiterentwickelt und ist aufgrund von Änderungen in der Twitter-API nicht mehr funktionsfähig. Nach dem Aus des Clients entwickelten sich jedoch einige Abspaltungen, die sich noch immer großer Beliebtheit erfreuen. "The Qube" ist eine davon und wurde erst kürzlich auf die neue Twitter-API aktualisiert.

Christopher Toth hingegen widmete sich anderen Softwareprojekten, die er unter der Firmierung "Q Software Solutions" als kostenpflichtige Anwendungen für Windows und Mac anbietet:

  • QRead, ein Leseprogramm für elektronische Literatur, unterstützt die Formate PDF, EPub, Bookshare Daisy, DocX, CHM und TXT.
  • QCast, ein sogenannter Podcatcher, der das Anhören und Herunterladen von Podcasts erlaubt. Dabei ermöglicht das Programm auch die Fortsetzung unterbrochener Episoden, das Spulen innerhalb einzelner Episoden und die Änderung der Wiedergabegeschwindigkeit.
  • QFeed, ein einfacher RSS-Reader.
  • Hope, ein Interface für den Musikdienst Pandora, der jedoch nur in den USA genutzt werden kann.

Alle Programme können als Demoversion für Windows und Macintosh heruntergeladen werden, die Freischaltung zur Vollversion ist mit umgerechnet etwa 7 Euro möglich. Derzeit kommen QFeed und QCast offenbar noch nicht mit allen RSS-Feeds klar, so zum Beispiel solche Feeds, die aus nur einem Eintrag bestehen (Yahoo-Wetter) oder kein korrektes Aktualisierungsdatum angegeben haben. An einer Beseitigung dieses Fehlers wird jedoch bereits gearbeitet.

Homepage mit weiteren Infos: http://q-continuum.net/

Im Übrigen arbeitet Christopher Toth auch wieder an einem Twitter-Client, der jedoch einer anderen Bedienphilosophie folgen soll und auf den Hunger verursachenden Namen "Chicken Nugget" hört.

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