Robbinaer

Das Technikblog aus dem Robbenradio

Lösung: Cortana-Suchergebnisse in Windows 10 lassen sich nicht mehr öffnen

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Auf meinem System mit Windows 10 Home ergab sich schon seit Längerem das Problem, dass sich nach Eingabe eines Suchbegriffes in die Cortana-Suche die angezeigten Ergebnisse teilweise nicht mehr öffnen ließen. Was zunächst nur einige Anwendungen betraf, steigerte sich in den letzten Tagen zu einem echten Ärgernis, da ich so gut wie nichts mehr mit der Suche im Startmenü anfangen konnte und deshalb meinen Desktop wie in alten Zeiten mit allerlei Verknüpfungen bestücken musste, um nicht umständlich jede Anwendung zu Fuß im Startmenü herauszusuchen. Selbst eine längere Recherche brachte mich hier nicht weiter. Die üblichen Vorgehensweisen bei Problemen mit der Suchfunktion, also Neuerstellung des Such-Index, Durchlaufen der Problembehandlung usw., brachten keinen Erfolg. Erst gestern fand ich dann die richtige Lösung.

Um die Cortana-Suche wieder zu reparieren genügt es, den Ordner "Microsoft.Windows.Cortana_cw5n1h2txyewy" im Verzeichnis "C:\Users\<Benutzername>\AppData\Local\Packages" zu löschen oder umzubenennen. Da die Cortana-App dauerhaft auf dieses Verzeichnis zugreift, ist dies in der laufenden Sitzung aber nicht so ohne Weiteres möglich. Wer nicht die Möglichkeit hat, mit einem Linux-Live-System auf die Festplatte zuzugreifen, kann auch ein zweites Administrator-Konto einrichten. Hierzu öffnet man die Einstellungs-App, klickt auf Konten, dort auf "Familie & weitere Kontakte". Ein Klick auf die Schaltfläche "Diesem PC eine andere Person hinzufügen" öffnet den Assistenten zum Anlegen eines neuen Benutzers. Möchte man kein weiteres Microsoft-Konto einrichten, klickt man zunächst auf "Ich kenne die Anmeldeinformationen für diese Person nicht", anschließend auf "Benutzer ohne Microsoft-Konto hinzufügen" (Windows war auch schon mal unkomplizierter). Nach der Einrichtung des Kontos muss dieses abschließend noch in der Einstellungs-App auf Administratorzugriff umgestellt werden.

Wichtig: Vor dem Anmelden ins andere Konto muss das erste Konto abgemeldet werden, nicht einfach nur den Benutzer wechseln. Dies würde die Sitzung nicht beenden, und der Ordner ließe sich auch vom zweiten Konto aus nicht löschen. Ist das zweite Konto eingeloggt, sollten zunächst einige Ordner-Einstellungen angepasst werden, damit der entsprechende Ordner im anderen Benutzerprofil auch sichtbar ist. Alternativ lässt sich dies auch mit einem anderen Dateimanager bewerkstelligen. Die notwendigen Berechtigungen weist Windows nach einer Bestätigungsabfrage von selbst dem zweiten Konto zu, sobald man auf das Profilverzeichnis des ersten Kontos zugreift. Nach dem Löschen des Ordners "Microsoft.Windows.Cortana_cw5n1h2txyewy" loggt man sich wieder aus, und meldet sich mit dem normalen Konto an. Cortana erstellt den gelöschten Ordner neu und sollte wieder ordnungsgemäß funktionieren.

NVDA 2017.3 mit neuen Features und umfangreichen Verbesserungen

Geschrieben von Steffen Schultz 1 Kommentar

Am 25. August erschien Version 2017.3 des quelloffenen Windows-Bildschirmlesers NVDA. Während die vorangegangenen Versionen sich überwiegend auf Fehlerkorrekturen und Änderungen unter der Haube fokussierten, bringt Version 2017.3 wieder einige neue Funktionen mit sich, darunter die Unterstützung der in Windows 10 enthaltenen OneCore-Sprachausgabe, die ebenfalls in Windows 10 verfügbare Texterkennung (OCR) sowie Detailverbesserungen in der Braille-Darstellung.

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MPC-HC: Entwicklung des Allround-Medienspielers wird eingestellt

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Der nächste Mediaplayer für Windows steht vor dem Aus: Nachdem bereits das populäre Winamp nur noch inoffiziell mit Patches und Plugins am Leben erhalten wird, und eine neue Hauptversion wohl ewig auf sich warten lässt, hat nun auch der Hauptentwickler des MPC-HC-Projektes mit Freigabe der Version 1.7.13 das vorläufige Ende des Allround-Mediaplayers bekanntgegeben. Hauptgrund hierfür ist die schwindende Zahl an Entwicklern, die zum Schluss gegen 0 ging.

Wirklich alles vorbei?

Der "Media Player Classic - Home Cinema" beendet damit seine 11-jährige Entwicklungsgeschichte. Allerdings liegen die Ursprünge des Players noch weiter zurück, da bereits MPC-HC eine Weiterentwicklung ist und auf dem "Media Player Classic" basiert, der 2006 offiziell eingestellt wurde und sich wiederum als quelloffener Nachbau des aus Windows 98 bekannten Mediaplayers präsentiert hatte. Da folglich auch der Quellcode von MPC-HC frei verfügbar ist, sollte einer Weiterentwicklung theoretisch nichts im Wege stehen. Eine Abspaltung, die unter dem Namen "Media Player Classic - Black Edition" auf SourceForge heruntergeladen werden kann, existiert seit 2012 und wird seither mit Fehlerbehebungen und neuen Funktionen ausgestattet.

Ob es tatsächlich noch einmal eine Fortführung oder Abspaltung des Players geben wird, ist angesichts der momentanen Entwicklungen im Medienkonsum jedoch fraglich. Die schwindende Zahl an Entwicklern könnte ein Indiz dafür sein, dass Streaming von Videos und Musik wichtiger geworden sind als das Verwalten und Abspielen lokaler Medienbestände. Ich persönlich habe MPC-HC sehr gern genutzt, auch um einige Dateiformate abzuspielen, die längst musealen Wert haben dürften. Natürlich wird der Player auch weiterhin funktionieren, denn ein Ende der Entwicklung bedeutet ja nicht gleich das Ende jeglicher Betriebssystem-Unterstützung. Bedauerlich ist es trotzdem.

Als ähnlich schlanke Alternative gäbe es jetzt noch den MPlayer, dessen aktuellste Abspaltung MPV auch für Windows verfügbar ist, jedoch das Herunterladen eines weiteren Tools erfordert, möchte man den Player über ein GUI bedienen.

CHARM: Dem Computer bei der Arbeit zuhören

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Das nenne ich mal eine interessante Idee. Statt sich darüber zu ärgern, wenn das System mal wieder festhängt, kann man die dadurch entstehende Wartezeit in Klangkunst verwandeln.
CHARM von DraggonApps.org dient genau diesen Zweck. Das Tool ermittelt die Auslastung von Prozessor, RAM, Festplatte und Netzwerk, und wandelt diese Werte in Klangbilder um. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, wie ein Blick in die bereits mitgelieferten Sounds zeigt. Eher klassisch wirken die Ventilatoren, die sich bei steigender Systembelastung schneller drehen. Man kann seinen Rechner jedoch auch in ein Fußballstadeon verwandeln, in welchem die Menge bei zunehmender Arbeit vollkommen ausrastet, als wäre gerade ein Traumtor gefallen. Oder wie wäre es mit einem Vulkan, dessen Lavamassen sich aus den Lautsprechern ergießen, wenn man seinen Rechner zu Höchstleistungen antreibt? Sanftere Naturerlebnisse bieten dagegen Soundpacks mit Regen, Wasser und Windspielen. Sogar die Brücke der Enterprise aus Star Trek TNG lässt sich als kultige Untermalung der täglichen Aufgaben am Computer herbeizaubern. Wem das nicht genug ist, kann ganz einfach eigene Soundpacks erstellen. Was dazu benötigt wird, ist auf der Webseite des Windows-Tools in englischer Sprache detailiert beschrieben.

Auch für Tastaturnutzer sinnvoll: Virtuelle Desktops unter Windows 10

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Für Linux-Nutzer sind sie längst ein alter Hut, seit Windows 10 lassen sie sich nun auch unter Microsofts Betriebssystem nutzen. Virtuelle Desktops bringen Ordnung in das Fensterchaos, wenn selbst ein großer HD-Bildschirm zu klein ist, um noch die Übersicht zu behalten. Doch nicht nur für Bildschirmnutzer können virtuelle Arbeitsoberflächen nützlich sein, auch mit der Tastatur lassen sich auf diese Weise viele Programmfenster bequem organisieren. Ein Praxisbeispiel gefällig?

Bekanntlich stelle ich für meine Radiosendungen die Software selbst zusammen, und nutze keine überteuerten Streaming-Komplettlösungen. Was die Software einerseits zwar sehr preisgünstig macht, kann andererseits jedoch für weniger Nutzungskomfort und einen Wust an Programmen und Programmfenstern sorgen. Musik, Jingles, Werbung, Show-Recorder, Streamer, Browser; für jede Aufgabe muss ein eigenes Programm her, und wenigstens die Hälfte davon bringt ein eigenes Fenster mit. Als Tastaturnutzer gerät man da mal schnell ins Schleudern, wenn zwischen all diesen Programmen während einer Sendung umgeschaltet werden muss. Nutzer des Screen-Readers JAWS konnten sich bislang mit der in den Bildschirmleser integrierten Fensterliste behelfen, um gezielt die richtige Anwendung herauszusuchen. Neuerdings gibt es eine ähnliche Fensterliste aber auch als Windows-Feature. Sie ist mittels der Tastenkombination Windows+TAB erreichbar, und enthält ebenfalls eine Liste aller aktiven Programmfenster. Nicht enthalten sind solche Programme, die ihr Fenster über ein Infobereichssymbol minimiert haben, bzw. überhaupt keine Programmoberfläche mitbringen. Die Liste dieser Anwendungen lässt sich stattdessen wie üblich mit der Tastenkombination Windows+B aufrufen.

Zurück zur Liste der aktiven Anwendungen. Darüber kann die gewünschte Anwendung nämlich nicht nur aufgerufen werden, sondern lässt sich über das Kontextmenü auch beliebig auf dem aktuellen Desktop andocken oder auf einen anderen Desktop verschieben, sofern ein solcher angelegt wurde. Ein Druck auf TAB wechselt zwischen der Anwendungsliste und der Liste der virtuellen Desktops. Die Schaltfläche "Neuer Desktop" erstellt einen weiteren Desktop. Auf diese Weise lassen sich sämtliche geöffneten Programmfenster beliebig gruppieren. Anwendungen, die während einer Live-Sendung nur untergeordnete Bedeutung haben, wie etwa Recorder und Streamer, verschwinden also einfach aus dem Navigationsbereich.
Damit die Fenster tatsächlich bei der Tastaturnavigation verschwunden bleiben, sollten unter Einstellungen -> System -> Multitasking noch einige Werte geprüft werden:

  • In der Taskleiste Fenster anzeigen, die geöffnet sind auf: Nur auf dem aktuell verwendeten Desktop
  • Beim Drücken von ALT+TAB Fenster anzeigen, die geöffnet sind auf: Nur auf dem aktuell verwendeten Desktop

und schon herrscht Ordnung im Fenstergewirr. Mittels ALT+TAB bzw. Windows+TAB tauchen nur noch die Programme des aktuellen Desktops auf. Um schneller auf einen anderen Desktop zu gelangen, drückt man die Tastenkombination STRG+Windows+Pfeil links oder rechts. Danach sind die Programmfenster des zweiten Desktops wieder erreichbar, währenddessen die der anderen Desktops ausgeblendet bleiben.

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