Youtube-DL: Viel mehr als der Name verrät

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : Audio, Download, OpenSource, Python, Streaming, Video

Streaming-Angebote sind im Grunde auch nur ein Download-Service, obgleich rechtlich gesehen hier ein großer Unterschied gemacht wird. Technisch gesehen ist es aber völlig egal, ob Medieninhalte heruntergeladen oder gestreamt werden, lediglich der Speicherort ist ein anderer. Während ein Datei-Download an einem beliebigen Ort auf der Festplatte dauerhaft gespeichert werden kann, werden gestreamte Inhalte nur temporär in einem sogenannten Cache gespeichert und nach Ablauf des Streamings zumeist wieder gelöscht oder der Cache wird schon während des Streamings mit neuen Daten überschrieben. Da sich diese Art des Herunterladens kaum verhindern lässt, existieren trotz der rechtlichen Grauzone genügend Werkzeuge, um auch solche Inhalte dauerhaft offline zugänglich zu machen.

Eines dieser Werkzeuge ist "Youtube-DL". Das in Python programmierte Tool ist in der Lage, nicht nur von Youtube die gestreamten Videos verlustfrei herunterzuladen. Dabei bietet das Kommandozeilenprogramm eine umfangreiche Optionsliste, um die Downloads den Wünschen entsprechend zu konfigurieren. Zwar genügt es in den meisten Fällen, einfach die URL eines Videos als Parameter zu übergeben, es stehen jedoch vielerlei Optionen zur Formatierung der Dateinamen, Auswahl der Qualität, Nachbearbeitung der Dateien oder sogar Umgehung von Zugangsbeschränkungen, zum Beispiel durch Vorgaukelung eines speziellen User-Agent-Strings zur Verfügung. Es ist sogar möglich, ganze Videokanäle auf einmal herunterzuladen, hierzu genügt zum Beispiel der Aufruf:
youtube-dl url ytuser:Benutzername
Der Benutzername entspricht dabei dem Namen eines Youtube-Kanals, der sich am Ende einer URL befindet. Die komplette Liste aller verfügbaren Optionen erhält man mit dem Parameter --help.

Neben dem namensgebenden Youtube beherrscht "Youtube-DL" noch unzählige weitere Video- und Soundportale, darunter auch Soundcloud, Bandcamp oder die Mediatheken der ARD und des ZDF. Eine Liste aller verfügbaren Seiten bringt die Option --list-extractors.
Mit dem Zusatzprogramm "RTMPDump" ist es sogar möglich, Videos herunterzuladen, welche über das RTMP-Protokoll verteilt werden, was sich gerade bei der ARD-Mediathek als nützlich erweist.

Homepage und Download: http://rg3.github.io/youtube-dl/
RTMPDump: http://rtmpdump.mplayerhq.hu/

"Youtube-DL" ist Betriebssystem-unabhängig, benötigt aber eine für das jeweilige System installierte Python-Umgebung. Für Windows steht jedoch auch eine ohne zusätzliches Python ausführbare Programmdatei zur Verfügung.

Relay-Verbindung von Shoutcast zu Icecast

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare
Kategorisiert in : Software, Code Schlüsselwörter : Icecast, Shoutcast, Streaming

Da ich kürzlich mit diesem Problem konfrontiert wurde, teile ich gern die am Ende doch recht einfache Lösung.
Aufgabe war es, Moderatoren einen Icecast-Zugang für ihre Sendungen anzubieten, ohne dabei für die Hörer die bisher verwendete Shoutcast-Struktur des Streamservers aufgeben zu müssen. Es sollte also möglich gemacht werden, den Shoutcast-Server (Version 1.9.x), der bisher von den Hörern genutzt wurde, als Relay für den Icecast-Server einzurichten. Und so geht man vor:

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