Das Fediverse: Noch etwas steinig, aber lohnenswert

Geschrieben von Steffen Schultz 5 Kommentare
Kategorisiert in : Software, Webdienste Schlüsselwörter : Blogging, Fediverse, Microblog, OpenSource, Python, Shell

So interessant und vielfältig die Landschaft der dezentralen sozialen Netze auch ist, so schwer kann unter Umständen ein Wechsel von Mainstream-Netzwerken ins sogenannte Fediverse sein. Es sind aber nicht nur die Freunde und Follower, die in alternativen Netzwerken schwer wiederzufinden sind. Allein das Posten von Inhalten erfordert hier und da etwas Handarbeit, wie sich am Beispiel der eigenen Blogposts zeigt.

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Fenrir Screenreader: Der gute Wolf für die Shell

Geschrieben von Steffen Schultz 3 Kommentare
Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : A11Y, CLI, GitHub, Linux, OpenSource, Python, Shell

Als blinder Nutzer eine grafische Linux-Oberfläche zu bedienen ist trotz aller Fortschritte bei Desktop-Systemen, Accessibility-Schnittstellen und nicht zuletzt dem Orca-Screenreader noch immer mitunter recht abenteuerlich. Zwar sind mittlerweile viele grafische Linux-Programme gut nutzbar, doch allein die Performance des Screenreaders reicht selbst auf schnelleren Systemen nicht an jene eines Windows-Bildschirmlesers heran, was die Arbeit teils erheblich behindern kann. Anders sieht es da in der Shell aus; dank Lösungen wie BRLTTY und Speakup ist hier ein zügiges, rein textbasiertes Arbeiten möglich und erlaubt je nach Distribution sogar eine von Grund auf zugängliche Installation des Linux-Systems. Und nicht nur blinde Nutzer wissen daher die Konsole zu schätzen, da in ihr viele Routineaufgaben effizienter erledigt werden können als auf dem Desktop.

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HTMLppc

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare
Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : HTML, OpenSource, Python

Sind statische Webseiten eigentlich noch zeitgemäß? Heute werden selbst kleinste Webprojekte oft mit Content-Management-Systemen gestaltet, die das Eingeben von Inhalten weitgehend ohne Kenntnis von HTML, CSS oder PHP erlauben. Auf der anderen Seite kann jedoch der Aufwand, solche Systeme zu pflegen, schnell den eigentlichen Nutzen des Projektes übersteigen, wenn beispielsweise nur eine informationelle Homepage mit wenigen Unterseiten angelegt werden soll. Wie schön war es da früher, als man durch simples HTML eine strukturierte Webseite per Hand oder WYSIWYG-Editor erstellen konnte, die, einmal eingerichtet, selbst auf Dauer sehr pflegeleicht war, da sie keine zusätzliche Software benötigte, die man möglichst aktuell halten musste. Mittlerweile sind gerade für größere Projekte oder häufig aktualisierte Webseiten Content-Management-Systeme sehr viel bequemer, aber eben nicht für jede Webseite.

HTMLinc von Elias Schwerdtfeger soll für eben solche Webseiten von Nutzen sein, die aus statischen Unterseiten bestehen. Das in Python geschriebene Tool hilft dabei, die Erstellung der einzelnen Unterseiten zu vereinfachen, indem es wiederkehrende Inhaltsblöcke auf jeder HTML-Seite automatisch "inkludiert". So muss man beispielsweise nicht für jede Seite das Navigationsmenü oder die Fußzeile neu erstellen. Früher löste man solche Aufgaben häufig mit Framesets.[1] Möchte man nun also einen Seiteninhalt erstellen, der auf jeder Unterseite erscheinen soll, hilft HTMLinc dabei, diesen Inhalt automatisch in jeder HTML-Datei des Webprojektes zu übernehmen. Mittels spezieller HTML-Kommentare werden solche Inhaltsblöcke gekennzeichnet und HTMLinc kann sie dadurch an die richtige Stelle platzieren. Wie genau es funktioniert und den Programm-Download findet man auf Elias Homepage.

Einen ähnlichen, obgleich etwas komplexeren Weg geht die auf Ruby basierende Software >Jekyll, wobei die Möglichkeiten hier noch weit über die Erstellung statischer Webseiten hinausgehen und sogar die Pflege häufig aktualisierter Weblogs möglich ist.


[1]: Anders als es auf der Homepage angegeben ist, werden blinde Nutzer nicht zwangsläufig von Seiten mit Framesets ausgeschlossen. Die Navigation auf solchen Seiten kann aber in der Tat schwieriger sein.

Youtube-DL: Viel mehr als der Name verrät

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare
Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : Audio, Download, OpenSource, Python, Streaming, Video

Streaming-Angebote sind im Grunde auch nur ein Download-Service, obgleich rechtlich gesehen hier ein großer Unterschied gemacht wird. Technisch gesehen ist es aber völlig egal, ob Medieninhalte heruntergeladen oder gestreamt werden, lediglich der Speicherort ist ein anderer. Während ein Datei-Download an einem beliebigen Ort auf der Festplatte dauerhaft gespeichert werden kann, werden gestreamte Inhalte nur temporär in einem sogenannten Cache gespeichert und nach Ablauf des Streamings zumeist wieder gelöscht oder der Cache wird schon während des Streamings mit neuen Daten überschrieben. Da sich diese Art des Herunterladens kaum verhindern lässt, existieren trotz der rechtlichen Grauzone genügend Werkzeuge, um auch solche Inhalte dauerhaft offline zugänglich zu machen.

Eines dieser Werkzeuge ist "Youtube-DL". Das in Python programmierte Tool ist in der Lage, nicht nur von Youtube die gestreamten Videos verlustfrei herunterzuladen. Dabei bietet das Kommandozeilenprogramm eine umfangreiche Optionsliste, um die Downloads den Wünschen entsprechend zu konfigurieren. Zwar genügt es in den meisten Fällen, einfach die URL eines Videos als Parameter zu übergeben, es stehen jedoch vielerlei Optionen zur Formatierung der Dateinamen, Auswahl der Qualität, Nachbearbeitung der Dateien oder sogar Umgehung von Zugangsbeschränkungen, zum Beispiel durch Vorgaukelung eines speziellen User-Agent-Strings zur Verfügung. Es ist sogar möglich, ganze Videokanäle auf einmal herunterzuladen, hierzu genügt zum Beispiel der Aufruf:
youtube-dl url ytuser:Benutzername
Der Benutzername entspricht dabei dem Namen eines Youtube-Kanals, der sich am Ende einer URL befindet. Die komplette Liste aller verfügbaren Optionen erhält man mit dem Parameter --help.

Neben dem namensgebenden Youtube beherrscht "Youtube-DL" noch unzählige weitere Video- und Soundportale, darunter auch Soundcloud, Bandcamp oder die Mediatheken der ARD und des ZDF. Eine Liste aller verfügbaren Seiten bringt die Option --list-extractors.
Mit dem Zusatzprogramm "RTMPDump" ist es sogar möglich, Videos herunterzuladen, welche über das RTMP-Protokoll verteilt werden, was sich gerade bei der ARD-Mediathek als nützlich erweist.

Homepage und Download: http://rg3.github.io/youtube-dl/
RTMPDump: http://rtmpdump.mplayerhq.hu/

"Youtube-DL" ist Betriebssystem-unabhängig, benötigt aber eine für das jeweilige System installierte Python-Umgebung. Für Windows steht jedoch auch eine ohne zusätzliches Python ausführbare Programmdatei zur Verfügung.

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