Robbinaer

Das Technikblog aus dem Robbenradio

Datenstrom Yellow 0.7.2 veröffentlicht

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Letzte Woche wurde Version 0.7.2 des Markdown-CMS Datenstrom Yellow freigegeben. Zu den Neuerungen zählen u.a.:

  • Bessere Konfiguration: Alle vom Systemkern und Plugins angebotenen Optionen sind jetzt in der Datei system/config/config.ini notiert und dadurch leichter einsehbar. Erläuternde Kommentare für die größtenteils selbsterklärenden Optionen sind jedoch nicht vorhanden, für diesen Fall ist weiterhin ein Blick in die jeweiligen Plugin-Dokumentationen von Nöten.
  • Textkonfiguration (system/config/text.ini): Kann verwendet werden, um Werte aus den Sprachdateien zu überschreiben. Bei bestehenden Installationen muss diese Datei zunächst händisch erstellt werden.
  • Unter der Haube: Unterstützung für Gif-Images, aktualisiertes Javascript, Kompatibilität mit alten Browsern entfernt. Des Weiteren prüft der Installer die korrekte Konfiguration des Webservers, um unnötige Fehlerberichte bei erfolglosen Yellow-Installationen zu vermeiden.
  • Im offiziellen Plugin-Repository wurden Shortcode-Erweiterungen für Instagram und Twitter veröffentlicht. Das Twitter-Plugin stammte ursprünglich aus meiner Feder, ich habe es gern für die Verwendung und Weiterentwicklung in den offiziellen Plugins freigegeben.

Das Release steht wie üblich auf GitHub zum Download bereit. Bestehende Yellow-Installationen können über die Shell oder im Webinterface (Klick auf Benutzername -> Einstellungen -> Über diese Webseite) aktualisiert werden. Ein kleinerer Fehler im Updater, welcher beim Aktualisieren der Template-Einstellung in Blog-Artikeln eventuell vorhandene statische Seiten im selben Ordner nicht gesondert behandelte, wurde inzwischen behoben.

Zwei neue Yellow-Plugins

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Es sind in den letzten Tagen wieder mal ein paar Codeschnipsel für das Markdown-CMS Yellow entstanden, welche ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Ursprünglich habe ich sie für mein Radioprojekt entworfen, aber vielleicht können sie ja auch für den ein oder anderen nützlich sein.

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Dotclear 2.12 mit dunklen Wolken am Horizont

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Gestern wurde Version 2.12 der Blogging-Engine Dotclear freigegeben. Es handelt sich um ein Bugfix-Release, welches keine neuen Funktionen beinhaltet. Wichtiger ist daher auch die Ankündigung zur Zukunft von Dotclear, die leider nichts Positives erahnen lässt.

Die Zahl an Entwicklern ist in den letzten Monaten stark zurückgegangen, sodass Franck Paul die meiste Arbeit am Kernsystem mittlerweile allein erledigen muss. Daraus ergeben sich Konsequenzen, welche das Entwickeln relativ umfangreicher Features für Dotclear ausschließen, darunter eine bereits geplante REST-API, für die sich jedoch ein Drittanbieter-Plugin in Entwicklung befindet, und die Integration der Twig-Templating-Engine. Die Entwicklung der nächsten Versionen wird sich daher auf Kleinigkeiten wie eine robustere Passwort-Verwaltung oder UTF8-MB4-Unterstützung für MySQL beschränken.

In einer abschließenden Notiz schreibt Franck: "Erstens ist es überhaupt nicht lustig, ein solches Projekt allein zu entwickeln, und zweitens ist das Fehlen notwendiger Code-Reviews meinem Verständnis nach gefährlich." Auch wenn Dotclear damit zwar noch längst nicht gestorben ist, sind dies keine guten Nachrichten für die Blogging-Engine, deren Grundfunktionen durchaus mit denen der "Großen" mithalten können

Datenstrom Yellow 0.7.1 mit flexiblerer Inhaltsverwaltung

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Für das Markdown-CMS Datenstrom Yellow wurde heute die Version 0.7.1 freigegeben. Wie üblich sind es wieder kleine, aber feine Entwicklungsschritte, die das Erstellen von Webseiten mit Yellow noch komfortabler machen sollen. Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Blogs und Wikis sind jetzt flexibler einsetzbar, da die entsprechenden Plugins auf Vorlagen-Basis arbeiten. Dies bedeutet, dass jede Seite, die im Seitenkopf die Angabe Template: blog oder Template: wiki enthält, automatisch als Blog- bzw. Wikiseite erkannt wird. In der Praxis lassen sich damit z. B. mehrere Blogs oder Blog-Kategorien innerhalb einer Yellow-Installation betreiben.
  • Unterstützung für numerische Datei- und Ordnernamen hinzugefügt.
  • Das Commandline-Plugin wurde in Command sowie das Webinterface-Plugin in Edit umbenannt.
  • Das Webinterface kann nun auch im Einzelbenutzermodus verwendet werden, sodass keine Neuregistrierungen von Accounts für jedermann mehr möglich sind. Hierzu wird der Datei /system/config/config.ini die Option EditLoginRestrictions: 1 hinzugefügt bzw. entsprechend geändert (mein Feature-Request).

Bestehende Yellow-Installationen lassen sich bequem mit einem Klick über das Webinterface sowie über das Command-Plugin auf der Shell aktualisieren. Der Update-Vorgang beinhaltet auch die Anpassung vorhandener Blog- und Wikiseiten mit den neuen Template-Optionen.

PluXml: Flatfile-Blogging ohne Überfluss

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Ich bin ja eher ein Casual-Blogger in mindestens dritter Minuspotenz und veröffentliche Beiträge dann, wenn ich Lust darauf habe. Daher habe ich mich schon immer etwas darüber geärgert, dass es für unsere Sorte kaum Blogsysteme gibt, bei denen man nicht mit der sprichwörtlichen Kanone auf Spatzen schießt, aber trotzdem nicht auf die Grundfunktionen eines Blogsystems verzichten muss. Ich fange an dieser Stelle kein WordPress-Bashing an, denn es ist ohne jede Frage immer noch ein sehr vielseitig einsetzbares System, welches sich inzwischen vom reinen Blogsystem zu einem ausgewachsenen CMS weiterentwickelt hat. Ich musste allerdings feststellen, dass WordPress für meine Zwecke mittlerweile beinahe überflüssig geworden ist. Abgesehen vom Robbinär-Blog, das mit Dotclear läuft, schreibe ich in meinem ursprünglichen Hauptblog nur wenige Artikel im Jahr, wenn überhaupt. Meine Arbeit mit WordPress besteht mehr oder weniger nur noch darin, das System und installierte Plugins aktuell zu halten, Hacking-Versuche abzuwehren, ab und zu einen durchgerutschten Spamkommentar zu löschen, und mich zu ärgern, wie langsam das Backend von Version zu Version wird. Letzteres wurde mir umso klarer, als ich kürzlich mal ein uraltes WordPress 2.0 unter die Finger bekam. Während Browser und Screenreader - je nach verwendetem Rechner, Webserver und installierten Plugins - bei aktuellen WordPress-Versionen schon mal etliche Sekunden brauchen, um eine Backend-Seite vollständig aufzubauen, flogen mir bei diesem Museums-WordPress die Unterseiten des Dashboards binnen einer Sekunde entgegen. Hier kann ich natürlich nur den Eindruck beschreiben, den ich als reiner Tastatur-Nutzer dabei habe, visuell mag es sich vielleicht weniger dramatisch verhalten. Jedenfalls wusste ich danach, was ich wollte: Ein WordPress, dass technisch und vom Funktionsumfang den heutigen Standards entspricht, aber mit der Geschwindigkeit von damals bedient werden kann. Weitestgehend dürfte das zwar ein Traum bleiben, aber ich habe mich trotzdem mal wieder nach kleineren Alternativsystemen umgesehen. Gesucht war ein Flatfile- oder auf SQLite basierendes System, denn für meinen Blogging-Bedarf wäre das vollkommen ausreichend.

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