Robbinaer

Das Technikblog aus dem Robbenradio

Javascript Beautifier

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Ich liebe diese Momente, wenn man eine Arbeit erledigt hat und sich hinterher herausstellt, dass es für manche Dinge doch die ein oder andere Arbeitserleichterung gibt. Komprimierte bzw. optimierte Javascript-Dateien zu bearbeiten, um eine Kleinigkeit zu ändern, ist nämlich nicht gerade angenehm. Aber es gibt ja für fast alles irgendwelche Helferlein:
Javascript Beautifier macht solche Dateien wieder angenehm lesbar, indem es Zeilenumbrüche, Absätze und Einrückungen wiederherstellt. Das Tool gibt es auch als Quellcode bei Github, um es auf seinem eigenen System zu hosten.
Nun ja, hinterher ist man immer schlauer. :)

VURecorder, eine einfache Audio-Capturing-Software

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Programme zur Audio-Aufzeichnung gibt es jede Menge, doch darunter findet sich nur selten eines, das sich auf die einfachsten Aufgaben beschränkt. Während Audacity und co unverzichtbar sind, um bereits aufgezeichnete Dateien zu bearbeiten, möchte man in manchen Situationen eher ein weniger speicherhungriges Programm haben, um ein an der Soundkarte anliegendes Audiosignal aufzuzeichnen.
Bereits seit vielen Jahren leistet mir der von James Chapman entwickelte "VURecorder" für diesen Zweck sehr gute Dienste. Ich nutze ihn als eine unabhängige Aufzeichnungsmöglichkeit für meine Webradio-Sendungen, um nicht auf die etwas unzuverlässigere Mitschnittfunktion des Sendeprogramms angewiesen zu sein. Programm starten, gegebenenfalls die gewünschte Soundkarte und Samplingrate im Hauptfenster auswählen und mit Klick auf "Record" einen Dateinamen vergeben, mehr ist zum Starten einer Aufnahme nicht notwendig. Das Programm zeichnet in den Formaten Wave, FLAC, OGG und WMA auf, ein MP3-Encoder ist aus rechtlichen Gründen nur im unkompilierten Quellcode erhältlich. Während der Vergabe eines Dateinamens kann sogar eine zeitgesteuerte Aufnahme über die Checkboxen "Start" und "Finish" eingerichtet werden, womit sich der Recorder perfekt zum Mitschneiden von Radiosendungen über den line-Eingang der Soundkarte eignet. Es gibt auch eine Split-Funktion, die eine längere Aufnahme in maximal 2 GB große Einzeldateien aufteilt.
Für höchste Ansprüche ist der "VURecorder" allerdings nicht geeignet, da er nur eine Samplingrate von maximal 48000 Hz unterstützt, unabhängig von den Möglichkeiten der gewählten Soundkarte. Auf Systemen mit sehr vielen Eingängen gerät der Recorder ebenfalls an seine Grenzen, da er unter Umständen nicht alle verfügbaren Eingänge anzeigen kann. Hier hilft es aber, die nicht für die Aufnahme benötigten Eingänge/Geräte vorübergehend zu deaktivieren. Dieses Problem dürfte vor allem bei Systemen höher als Windows Vista auftreten, da hier die Audio-Eingänge nicht mehr nach Gerät getrennt sind, sondern jeder Ein- und Ausgang als eigenes Gerät im System auftaucht.

Noch ein Hinweis für Screen-Reader-Nutzer: Das Menü zur Einstellung der Split-Funktion ist mit Alt+Leertaste zu erreichen, lässt sich aber nur blind bedienen. Hal bzw. Super Nova ist der einzige mir bekannte Screen-Reader, der das Menü problemlos auslesen kann. Um den Split-Punkt auf 2 GB einzustellen, muss einfach nur nach Öffnen des Menüs die Curser-nach-oben-Taste einmal gedrückt und die Einstellung mit Enter bestätigt werden.

Direkter Download der Windows-Anwendung: http://www.vuplayer.com/files/vurecordersetup.exe

Miranda NG

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Der Multi-Messaging-client Miranda IM dürfte Windowsnutzern sicherlich ein Begriff sein. Mitte letzten Jahres haben sich viele der am Projekt beteiligten Entwickler wegen Unstimmigkeiten bei der Weiterentwicklung von Miranda IM dazu entschlossen, in Zukunft eigene Wege zu gehen und gründeten ein neues Projekt.
Miranda NG (New Generation) ist dabei nicht einfach nur ein individuell zusammengestelltes Miranda-Paket, wie es sie mittlerweile zu Dutzenden gibt, sondern eine komplett eigenständige Codebasis. Das heißt, der ursprüngliche Miranda-Quellcode wurde dank der Open-Source-Lizenz überarbeitet und hat sich inzwischen derartig vom ursprünglichen Miranda entfernt, dass für Miranda IM geschriebene Plugins mit Miranda NG nicht mehr kompatibel sind.

Auf den ersten Blick erinnert Miranda NG jedoch immer noch stark an Miranda IM. Die Menü- und Einstellungsstruktur ist weitgehend identisch, ebenso die Ordnerstruktur des Programmverzeichnisses. Warum man das neue Projekt trotzdem im Auge behalten sollte, zeigt sich bei einem Blick in die Roadmap: Neben der Implementierung von Funktionen in den Programmkern, die bisher gar nicht oder nur als Plugin verfügbar waren, wird mit der Version 0.97 die Möglichkeit für Sprach- und Videotelefonate über SIP und dem bei XMPP (Jabber) verwendeten Jingle-Protokoll angestrebt. Schon jetzt gibt es ein Skype-Plugin als Testversion, welches ohne ein zusätzlich geöffnetes Skype auskommt und stattdessen auf dem Skype-Kit basiert. Bisher arbeitet dieses Plugin allerdings nur sehr rudimentär und erlaubt lediglich das Versenden von Chatnachrichten.

Die Liste der Plugins ist schon jetzt beeindruckend lang. Viele der alten Miranda-Plugins wurden für Miranda NG angepasst und stehen auf der Webseite als 32- und 64-Bit-Versionen zum Download bereit, darunter auch die für blinde Nutzer geeignete Kontaktliste, ohne die sich Miranda NG mit Screen-Readern gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen lässt. Jedoch mangelt es bisher noch an Dokumentation, zu vielen Plugins gibt es keinerlei Beschreibung.
Dennoch: Miranda NG hat das Potential, das alte Miranda IM irgendwann zu überholen.

TAudioConverter

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

TAudioConverter (kurz TAC) ist ein grafisches Interface für diverse Kommandozeilen-Encoder. Neben der Umwandlung allseits bekannter Audioformate (MP3, OGG, AAC/MP4, Wave, AIFF etc) werden auch weniger gebräuchliche und teils exotische Audioformate unterstützt. So beherrscht TAC auch diverse Lossless- und Hybrid-Kompressionsformate, darunter der bekannte "Free Lossless Audio Codec (FLAC)", Apples ALAC-Format sowie "Monkey's Audio (APE)" und "Wavpack", letzteres ermöglicht die Kompression in einem hybriden Format, d. h. es kann sowohl eine verlustfreie, als auch eine verlustbehaftete Audiodatei erstellen. Die Encoder sind dabei sehr übersichtlich in einem kategorisierten Menü untergebracht und können je nach Art des Encoders (verlustbehaftet, verlustfrei, hybrid und unkomprimiert) ausgewählt werden. Zusätzlich bietet TAC die Möglichkeit, diverse Signalverarbeitungen an der Audiodatei vorzunehmen, so zum Beispiel die Änderung der Lautstärke oder der Samplerate.

Eine weitere Hauptfunktion des Programms ist die Extrahierung von Audiospuren aus Videodateien. Dies geschieht sogar verlustfrei, sofern dies vom Videoformat unterstützt wird. So lassen sich die Audiospuren aus FLV-Dateien entpacken, wie sie auf Youtube oder anderen Videoportalen Verwendung finden.
TAudioConverter arbeitet sehr schnell und nutzt Mehrkernprozessoren ideal aus. Eine zweistündige Wave-Datei wurde auf meinem System (Intel Core I5-2500) in unter 2 Minuten in OGG (Qualität 6) umgewandelt.

Nutzer von Screen-Readern sollten nach dem ersten Start des Programms in den Einstellungen die Verwendung von Skins abschalten, da sonst der Status diverser Bedienelemente nicht korrekt dargestellt werden kann (Settings -> General).

Homepage und Download: http://taudioconverter.sourceforge.net/
TAudioConverter ist als Installationsprogramm und auch als portable Version erhältlich.

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