Robbinaer

Das Technikblog aus dem Robbenradio

Zwei neue Yellow-Plugins

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Es sind in den letzten Tagen wieder mal ein paar Codeschnipsel für das Markdown-CMS Yellow entstanden, welche ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Ursprünglich habe ich sie für mein Radioprojekt entworfen, aber vielleicht können sie ja auch für den ein oder anderen nützlich sein.

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List MY Apps

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

"Welche Apps hast du eigentlich so auf deinem Smartphone installiert?"
Je nach Nutzungsumfang des Gerätes kann die Beantwortung dieser Frage schon mal einige Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Damit diese Zeit aber nicht man selbst, sondern zu einem großen Teil der Fragesteller opfern muss, gibt es auch für solche Fälle Apps, um schnell mit Freunden eine Liste seiner installierten Apps zu teilen.

Die quelloffene Android-App List My Apps von Onyxbits wurde für genau diese Aufgabe geschaffen. Sie erstellt eine Liste der auf dem Gerät installierten Apps, und das sogar in den verschiedensten Ausgabeformaten. Egal ob als einfache Textdatei, HTML- und Markdown-Ausgabe mit klickbaren Playstore-Links, oder auf Wunsch sogar in eigenen Formatvorlagen. Die so erstellte Liste lässt sich in die Zwischenablage kopieren, kann jedoch auch direkt mit anderen Apps wie etwa WhatsApp, Dropbox oder als Notiz geteilt werden. Es ist auch möglich, die Apps mit Tags und Bemerkungen zu versehen, um sie z. B. mit Freunden zu teilen, die gern eine übersichtliche Beschreibung zu jeder App haben möchten, bevor sie in den Playstore klicken. Durch die Tags lassen sich umfangreiche App-Listen kategorisieren, beispielsweise nach Einsatzgebiet, Quelloffenheit oder - wie in meinem Fall - nach herausragender Talkback-Zugänglichkeit der Oberfläche. Dabei werden nur solche Apps aufgelistet, die über den Store oder direkt als APK installiert wurden. System-Apps, darunter auch die meisten Google-Dienste, werden sinnvollerweise ausgeklammert.

List My Apps ist beim Programmierer als APK-Datei, via Google Play sowie bei F-Droid erhältlich.

Datenstrom Yellow 0.7.1 mit flexiblerer Inhaltsverwaltung

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Für das Markdown-CMS Datenstrom Yellow wurde heute die Version 0.7.1 freigegeben. Wie üblich sind es wieder kleine, aber feine Entwicklungsschritte, die das Erstellen von Webseiten mit Yellow noch komfortabler machen sollen. Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Blogs und Wikis sind jetzt flexibler einsetzbar, da die entsprechenden Plugins auf Vorlagen-Basis arbeiten. Dies bedeutet, dass jede Seite, die im Seitenkopf die Angabe Template: blog oder Template: wiki enthält, automatisch als Blog- bzw. Wikiseite erkannt wird. In der Praxis lassen sich damit z. B. mehrere Blogs oder Blog-Kategorien innerhalb einer Yellow-Installation betreiben.
  • Unterstützung für numerische Datei- und Ordnernamen hinzugefügt.
  • Das Commandline-Plugin wurde in Command sowie das Webinterface-Plugin in Edit umbenannt.
  • Das Webinterface kann nun auch im Einzelbenutzermodus verwendet werden, sodass keine Neuregistrierungen von Accounts für jedermann mehr möglich sind. Hierzu wird der Datei /system/config/config.ini die Option EditLoginRestrictions: 1 hinzugefügt bzw. entsprechend geändert (mein Feature-Request).

Bestehende Yellow-Installationen lassen sich bequem mit einem Klick über das Webinterface sowie über das Command-Plugin auf der Shell aktualisieren. Der Update-Vorgang beinhaltet auch die Anpassung vorhandener Blog- und Wikiseiten mit den neuen Template-Optionen.

Yellow 0.6.5 freigegeben: Leichtere Installation

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Heute wurde Version 0.6.5 des Markdown-CMS Yellow freigegeben. Wie üblich sind die Release-Notes für Yellow auch diesmal nicht sehr gesprächig. Der knappe Hinweis "Better Installation" bedeutet aber in der Tat eine enorme Verbesserung beim Installieren des Grundsystems sowie der mittlerweile rund 50 verfügbaren Plugins.

Musste man früher beim Installieren eines Plugins jede Datei von Hand in die dafür vorgesehenen Verzeichnisse kopieren, genügt es jetzt, das Zip-Archiv des entsprechenden Plugins von GitHub herunterzuladen und in den Ordner system/plugins zu kopieren. Ruft man danach die Webseite auf, wird das Archiv automatisch entpackt und alle notwendigen Dateien werden in ihre jeweiligen Verzeichnisse geschoben. Plugin-Entwickler müssen ihren Projekten dazu lediglich eine Datei mit dem Namen update.ini hinzufügen, in welcher die Anweisungen zum Installieren (create) und/oder aktualisieren (update) für jede Plugin-Datei notiert werden. Ein Überschreiben vorhandener und vom Benutzer angepasster Template- oder Theme-Dateien kann auf diese Weise vermieden werden, sofern sie in den Update-Anweisungen nicht für ein Update vorgemerkt wurden.

Auch die Installation des Grundsystems wurde mittlerweile überarbeitet. So lassen sich bei Einsatz des Webinterface-Plugins nun bequem im Browser die Benutzerzugänge einrichten und verwalten, wofür man vorher die Kommandozeile bemühen musste. Wer das Webinterface nicht nutzen möchte, kann es natürlich auch einfach löschen und wie gewohnt seine Dateien per FTP verwalten. Des Weiteren gab es kleinere Veränderungen im Aufbau der Themes; der Ordner system/themes/assets enthält jetzt Grafiken und sonstige Theme-Bestandteile, um sie logischer vom Rest des Codes zu trennen.

Wer von einer älteren Yellow-Version aktualisieren möchte, findet alle nötigen Anweisungen in diesem Issue auf GitHub. Ist zum Aktualisieren der Plugins kein Shellzugriff auf dem Server vorhanden, können natürlich auch die Dateien händisch aktualisiert werden.

Yellow: Ein Markdown-CMS

Geschrieben von Steffen Schultz keine Kommentare

Nachdem ich dieses Blog kürzlich auf eine eigene Domain umgezogen habe, musste bzw. wollte ich für Robbenradio.de eine neue Portalseite als Einstiegspunkt zu meinen verschiedenen Unterprojekten einrichten. Bislang lief diese mehr schlecht als recht im selben Blog-System wie auch das Robbinär-Blog, doch das alte System wollte ich nicht extra dafür weiterlaufen lassen. Nach Abwägen aller Möglichkeiten, die von statischem HTML und ebensolchen Website-Generatoren, bis hin zum Basteln einer Startseite mit WordPress reichten, habe ich mich schließlich auf die Suche nach einem möglichst minimalistischen CMS gemacht, denn faul ist es, das Radiorobbenviech. :)

Hängen geblieben bin ich schließlich beim schwedischen Unternehmen "Datenstrom" und dem auf PHP und Markdown basierenden CMS Yellow. Wem reines HTML zu mühselig ist und wer nicht mit großen Systemen nur ein paar wenige Seiten erstellen möchte, sollte diesem kleinen Helferlein definitiv mal einen Blick gönnen. CMS, die mit Markdown arbeiten, gibt es zwar mittlerweile einige, doch die wenigsten davon sind auch tatsächlich zum einen benutzerfreundlich und ohne weitergehende technische Voraussetzungen bzw. Kenntnisse zu installieren, zum anderen nicht mit riesigen Programmpaketen verschnürt. Yellow basiert hingegen ausschließlich auf PHP und speichert die Inhalte in Markdown-Textdateien, welche dann dynamisch als HTML ausgegeben werden. Damit kann es auf beinahe jedem gängigen Webspace eingesetzt werden.

Yellow ist eine typische Plug-And-Play-Software. Hochladen, aufrufen, loslegen. Eine Installationsroutine ist ebenso wenig vorhanden wie ein umfangreiches Admin-Backend oder ein im Hintergrund arbeitendes Framework. Die wenigen Konfigurationsmöglichkeiten, die dennoch existieren, werden im Ordner "system/config" angepasst. Alles weitere geschieht auf Dateisystem-Ebene im Ordner "content". Hier liegen sämtliche Unterseiten als Textdateien, die in der vereinfachten Auszeichnungssprache Markdown verfasst sind, also einer Sprache, die der in Wikis verwendeten Syntax nicht unähnlich ist. Zum Anpassen der Webseite reicht also jeder normale Texteditor und ein FTP-Client. Syntax-Fehler können hierbei eigentlich nicht passieren, da das HTML-Gerüst der Seite auf PHP-Ebene zusammengestellt wird. Lediglich der Seitenkopf sollte mit speziellen Tags in der Textdatei gekennzeichnet sein, damit das System etwas damit anfangen kann. Alles andere ist reiner Fließtext und muss theoretisch nicht besonders formatiert werden. Es werden aber auch HTML und Javascript in den Dateien akzeptiert.

Unter der Haube bietet Yellow natürlich noch einige Anpassungsmöglichkeiten. Wer seine Dateien nicht via FTP bearbeiten möchte, kann sich in der Datei users.ini im Config-Verzeichnis einen Benutzer-Account anlegen, was allerdings etwas umständlich ist und erst mal einen Blick in die Dokumentation erfordert. Hierzu muss im Hauptverzeichnis die Datei yellow-php über die Shell aufgerufen werden, um den Account mit der korrekten Passwortverschlüsselung bcrypt einzurichten. Danach lässt sich jede Seite auch direkt im Browser über den Edit-Link bearbeiten. Über die Shell lässt sich das ganze System übrigens auch in eine Statische Seite ohne PHP konvertieren.
Das Gerüst der Seite besteht aus Templates und Snippets, mit denen jeder einzelne Bereich individuell formatiert werden kann. Es ist auch relativ problemlos möglich, eigenen PHP-Code hineinzubasteln, ohne sich dabei an eine spezielle API des CMS halten zu müssen. Ein Plugin-System wird für tiefere Integration angeboten und diverse fertige Plugins, darunter ein Blog mit optionaler Disqus-Anbindung und ein Wiki, sind neben den offiziellen Downloads auf der Github-Projektseite zu bekommen. Hier findet sich auch die Dokumentation, obwohl die Entwickler von ihrem Projekt behaupten, man hätte etwas falsch gemacht, wenn jemand die Dokumentation benötigt. Nun ja, zu einem großen Teil stimmt das auch. An fertigen Themes mangelt es momentan noch sehr, Individualisten sollten also ein wenig CSS-Kenntnisse mitbringen. Ob es problemlos möglich ist, große Frameworks wie Bootstrap einzubinden, entzieht sich mangels Design-Fähigkeiten momentan meiner Kenntnis.

Auch wenn Yellow natürlich kein CMS ist, um das nächste Großprojekt im Web anzugehen, ist es für so manches kleine Blog oder eine reine Informationsseite mit möglichst wenig Wartungsaufwand eine bemerkenswerte Alternative zu wuchtigen Webanwendungen oder nerdigen Shell-Tools. Das System kann dabei von Nutzern fertiger Lösungen ebenso gut eingesetzt werden wie von Schraubern und Bastlern, die ihre Seiten mit dem ein oder anderen Extra versehen wollen.

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