Gnome Classic: Desktop für Orca lesbar machen

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : A11Y, Gnome, Linux, OpenSource, Orca

Bei einer frischen Debian-Installation zeigt der Screen-Reader Orca im Desktop-Modus "Gnome Classic" standardmäßig keinen Desktop an bzw. kann diesen nicht auslesen. Stattdessen werden nur das obere und untere Kantenpanel angezeigt. Natürlich ist der Desktop trotzdem vorhanden. Um ihn für Orca "sichtbar" zu machen, muss Folgendes ausgeführt werden:

  • ALT+F2 drücken und im Ausführen-Dialog eingeben: gnome-tweak-tool
  • Im sich nun öffnenden Fenster den Register "Arbeitsfläche" auswählen, was standardmäßig schon der Fall sein sollte
  • Die Option "Have Filemanager handle the Desktop" suchen und mit der Leertaste aktivieren
  • Falls benötigt, weitere Symbole der Einstellungsseite anhaken (Computer, Home, Trash etc)
  • Fenster mit ALT+F4 wieder schließen

Nun sollte der Desktop für Orca sichtbar sein und man kann mittels STRG+ALT+Tab zwischen Desktop und den Kantenpanels umschalten.
(Vielen Dank an @dave090679!)

WordPress-Tipp: Zugänglichkeitsmodus zum Bearbeiten der Widgets

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : A11Y, OpenSource, WordPress

Ein Tipp, mit dem ich kürzlich einem blinden WordPress-Nutzer in einer Mailingliste weiterhelfen konnte:
Um in einem WordPress-Theme die sogenannten Widgets, also die verschiedenen Inhaltsbereiche der Seitenleisten zu verschieben, gibt es für Screen-Reader-Nutzer einen Zugänglichkeitsmodus. Diesen aktiviert man im Design-Menü auf der Seite "Widgets" und dort im Aufklapp-Menü "Optionen". Damit lassen sich die Widgets ohne "Drag-and-Drop" der Seitenleiste hinzufügen, konfigurieren und beliebig positionieren.

Eine solche Option gibt es übrigens auch für Dotclear, hier ist sie im Benutzerprofil auf dem Register "Meine Optionen" zu finden. Wird die Option "JavaScript-Werkzeug zum Drag-and-Drop-Ordnen von Einträgen abschalten" aktiviert, lassen sich auch in Dotclear die Widgets der Seitenleiste sehr viel einfacher bearbeiten, sogar noch viel bequemer als bei WordPress.

Universal Streamkick

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : AutoIt, Icecast, OpenSource, PHP, Shoutcast, Windows

Das Stöbern in alten Datenbeständen fördert manchmal Interessantes zu Tage. "Universal Streamkick" ist ein kleines Tool, welches ich vor etwa 4 Jahren für meine Arbeit bei einem Webradio geschrieben und danach im mittlerweile nicht mehr existierenden "Serviceportal Radio" angeboten hatte. Dieses Tool dient dazu, die Verbindung eines Source-Streams eines Shoutcast- oder Icecast-Servers zu unterbrechen. Ich brauchte eine solche Funktion damals, um einen sogenannten Auto-DJ vor dem Beginn einer Live-Sendung zu "kicken", also den Stream für mich als Moderator freizuräumen - heute gibt es natürlich viel bessere Methoden. Das Tool erleichtert diese Aufgabe, sodass man nicht erst umständlich auf eine Webseite gehen muss. Stattdessen genügt es, eine kleine Windows-Anwendung aufzurufen, die dann ohne weitere Rückfrage den Stream freimacht. Der Aufruf lässt sich sogar noch beschleunigen, indem die Anwendung mit einer Tastenkombination versehen wird. Perfekt auch für blinde Nutzer, die beim Webradio ohnehin für jeden Klick weniger dankbar sein dürften.

Zeit also, das Tool mal wieder zur Verfügung zu stellen. Der Download enthält neben der in AutoIt geschriebenen Windows-Anwendung noch ein PHP-Script, welches serverseitig den eigentlichen Kick des Source-Streams übernimmt und nur für den Betreiber oder Webmaster eines Webradios relevant ist. Weitere Informationen sowie eine Installationsanleitung findet sich in der Datei Readme.txt.
Download: Universal Streamkick (.zip, 283 KB)

AutoIndex: Mehr als nur ein Verzeichnislister

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : OpenSource, PHP

Manchmal möchte man sich nicht die Mühe machen, zum Veröffentlichen einiger Dateien eine komplette Webseite anzulegen. Stattdessen gibt es die hochgelobten Wolkenspeicher, mit denen solche Aufgaben ein Kinderspiel sind. Mit Dropbox lassen sich so beispielsweise ganze Ordner mit einem Link freigeben und werden als fertige Verzeichnisauflistung im Browser dargestellt. Wer jedoch einen eigenen Webspace zur Verfügung hat, kann das Veröffentlichen natürlich auch auf die "altmodischere" Weise angehen. Hierzu bieten die gängigen Webserver in der Regel ein sogenanntes Directory-Listing an, sodass hochgeladene Dateien ebenfalls als fertige HTML-Seite im Browser dargestellt werden können. Diese Funktion ist aber nicht zwangsläufig bei jedem Hoster verfügbar. Zum Glück gibt es zahlreiche, teils bessere Nachbauten der Webserver-Listings.

Schon länger nicht mehr weiterentwickelt, aber immer noch ein geniales PHP-Script: AutoIndex.
Das Tool übernimmt in seinen Grundfunktionen die Verzeichnis-Auflistung des Webservers, ohne auf dessen Konfiguration angewiesen zu sein. Lediglich PHP-Unterstützung wird benötigt. Aber AutoIndex ist weit mehr als nur ein Verzeichnislister. Neben der Möglichkeit, MD5-Prüfsummen von Dateien zu berechnen und sogar ganze Ordner als Tar-Archiv herunterzuladen, bringt das Tool ein rudimentäres, aber funktionsfähiges Login-System mit sich, das ohne eine MySQL-Datenbank auskommt. Benutzer lassen sich in verschiedenen Levels anlegen, vom normalen Besucher bis hoch zum Administrator. AutoIndex lässt sich des Weiteren so einrichten, dass Dateien nur angemeldeten Benutzern zum Download angeboten werden. Weitere Extras sind einfache Verwaltungsfunktionen (Dateien löschen, umbenennen und Beschreibungen hinzufügen), ein HTTP-Uploader zum Hochladen neuer Dateien über den Browser oder sogar per Remote-Abfrage einer externen URL, FTP-Zugriff, eine Protokollauswertung (Zugriffs-Logs etc) sowie eine Konfigurationsseite, um benötigte oder nicht benötigte Funktionen des Scripts zu verwalten. Damit ist AutoIndex also nicht nur ein simpler Verzeichnislister, sondern auch ein Datei-Manager und hervorragend dazu geeignet, Dateien mit einer geschlossenen Benutzergruppe zu teilen. Ein Tool, das in dieser Form kein zweites Mal zu finden ist.

Leider wird AutoIndex schon seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt, was früher oder später zu Fehlfunktionen führen kann, wenn bestimmte Funktionen mit der Zeit in neueren PHP-Versionen nicht mehr unterstützt werden. Ebenso könnten sich sicherheitstechnische Probleme ergeben, auch wenn eine Recherche bislang nur bereits korrigierte Fehler erbracht hat. Aber bislang funktioniert das Script noch reibungslos und ich kann es gern weiterempfehlen.
URL: http://autoindex.sourceforge.net

Backslash R, Backslash N

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Kategorisiert in : Code Schlüsselwörter : Alltag, Shell, Unix

Windows-Zeilenumbrüche in Unix-Shellscripts führen ziemlich sicher zu Fehlfunktionen. Ehrlich. Sie treiben nur jene Admins in den Wahnsinn, die eine halbe Stunde verzweifelt versuchen, einen angeblichen Syntaxfehler in Scripts anderer Leute zu finden, bevor sie den eigentlichen Fehler aufdecken!
Hausaufgabe: Wenn schon unter Windows gearbeitet wird, installiere man sich doch bitte einen halbwegs brauchbaren Quellcode-Editor. Das wäre so ziemlich alles außer Notepad.exe.

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