Boom Audio Player: Foobar 2000 für die Hosentasche

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : Audio, Freeware

Schon seit geraumer Zeit arbeite ich mit dem ausschließlich auf Audioformate spezialisierten Player Foobar 2000, über den es sicher noch den ein oder anderen Artikel geben wird.
Peter Pawlowski, Programmierer dieses Players, hat auf seiner privaten Homepage bereits 2011 einen winzigen Abkömmling unter dem Namen "Boom" zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um einen sehr einfach aufgebauten Audioplayer, der Teile der Foobar-2000-Codebasis enthält. "Boom" ist vor allem für jene Nutzer gedacht, denen Foobar 2000 zu kompliziert ist oder die einen einfachen Audioplayer ohne viel Schnickschnack suchen, der sich auf Wunsch auch auf einem USB-Stick mitnehmen lässt. "Boom" besteht nur aus einer einzigen Datei und muss nicht installiert werden.

Die Funktionen des Programms sind sehr überschaubar. Statt wie bei Foobar 2000 üblich die Dateien über einen Öffnen-Dialog auszuwählen, stellt "Boom" eine ordnerbasierte Navigation zur Verfügung, d. h., die Auswahl der Dateien erfolgt in einer Explorer-ähnlichen Ansicht innerhalb des Programms. Auf eine Medienbibliothek und die Anzeige von ID3-Tags wird dabei vollständig verzichtet. Standardmäßig wird der Ordner "Eigene Musik" eingelesen, es kann aber über den Punkt "Mein Computer" jeder andere Ordner ausgewählt bzw. über die Programmeinstellungen als Standard-Suchordner festgelegt werden.
Die Programmeinstellungen sind über den Schalter "Menü" zu erreichen und enthalten neben der Ordnerauswahl nur noch Einstellungen für die Wiedergabe. Neben der Wiedergabesteuerung enthält das Programmmenü noch eine Theme-Auswahl, die mit wenigen Farbvarianten ebenso übersichtlich gehalten ist.
Abspielen kann "Boom" ebenso wie Foobar 2000 nur Audioformate. Hierbei greift das Programm ausschließlich auf integrierte und im System installierte Audiocodecs zurück und kann nicht durch Plugins erweitert werden. Audio-CDs und Internet-Streams werden nicht unterstützt, hierzu bedarf es der Funktionsvielfalt des großen Bruders.
Eines hat "Boom" jedoch Foobar 2000 voraus, denn das Programm ist mehrsprachig.

Grundsätzlich scheint "Boom" für Screen-Reader zugänglich zu sein, eine Navigation innerhalb der Ordnerstruktur war mir bei einem Test mit NVDA jedoch nur schwer möglich. Außerdem ließ sich die Lautstärkeregelung nur blind bedienen, es gab keine Rückmeldung über die Position des Reglers.

Download und weitere Infos: http://perkele.cc/software/boom

Über den Autor

Steffen Schultz, ein lichtloser Gelegenheitsblogger aus dem Norden Brandenburgs. Ich bin auf den Betriebssystemen Windows, Linux und Android unterwegs und berichte u. a. über meine Erfahrungen beim Nutzen von Anwendungen mit Zugangstechnologien für Blinde.

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