HTMLppc

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Kategorisiert in : Software Schlüsselwörter : HTML, OpenSource, Python

Sind statische Webseiten eigentlich noch zeitgemäß? Heute werden selbst kleinste Webprojekte oft mit Content-Management-Systemen gestaltet, die das Eingeben von Inhalten weitgehend ohne Kenntnis von HTML, CSS oder PHP erlauben. Auf der anderen Seite kann jedoch der Aufwand, solche Systeme zu pflegen, schnell den eigentlichen Nutzen des Projektes übersteigen, wenn beispielsweise nur eine informationelle Homepage mit wenigen Unterseiten angelegt werden soll. Wie schön war es da früher, als man durch simples HTML eine strukturierte Webseite per Hand oder WYSIWYG-Editor erstellen konnte, die, einmal eingerichtet, selbst auf Dauer sehr pflegeleicht war, da sie keine zusätzliche Software benötigte, die man möglichst aktuell halten musste. Mittlerweile sind gerade für größere Projekte oder häufig aktualisierte Webseiten Content-Management-Systeme sehr viel bequemer, aber eben nicht für jede Webseite.

HTMLinc von Elias Schwerdtfeger soll für eben solche Webseiten von Nutzen sein, die aus statischen Unterseiten bestehen. Das in Python geschriebene Tool hilft dabei, die Erstellung der einzelnen Unterseiten zu vereinfachen, indem es wiederkehrende Inhaltsblöcke auf jeder HTML-Seite automatisch "inkludiert". So muss man beispielsweise nicht für jede Seite das Navigationsmenü oder die Fußzeile neu erstellen. Früher löste man solche Aufgaben häufig mit Framesets.[1] Möchte man nun also einen Seiteninhalt erstellen, der auf jeder Unterseite erscheinen soll, hilft HTMLinc dabei, diesen Inhalt automatisch in jeder HTML-Datei des Webprojektes zu übernehmen. Mittels spezieller HTML-Kommentare werden solche Inhaltsblöcke gekennzeichnet und HTMLinc kann sie dadurch an die richtige Stelle platzieren. Wie genau es funktioniert und den Programm-Download findet man auf Elias Homepage.

Einen ähnlichen, obgleich etwas komplexeren Weg geht die auf Ruby basierende Software >Jekyll, wobei die Möglichkeiten hier noch weit über die Erstellung statischer Webseiten hinausgehen und sogar die Pflege häufig aktualisierter Weblogs möglich ist.


[1]: Anders als es auf der Homepage angegeben ist, werden blinde Nutzer nicht zwangsläufig von Seiten mit Framesets ausgeschlossen. Die Navigation auf solchen Seiten kann aber in der Tat schwieriger sein.

Über den Autor

Steffen Schultz, ein lichtloser Gelegenheitsblogger aus dem Norden Brandenburgs. Ich bin auf den Betriebssystemen Windows, Linux und Android unterwegs und berichte u. a. über meine Erfahrungen beim Nutzen von Anwendungen mit Zugangstechnologien für Blinde.

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