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Datenstrom Yellow 0.7.9: Mehr Markdown für alle

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Md statt txt als Dateierweiterung für Inhalte, dies ist die augenscheinlichste Neuerung der aktuellen Version 0.7.9 des Markdown-CMS Datenstrom Yellow, mit dem sich auf einfache Weise kleine Websites gestalten lassen. Wie immer gab es auch wieder Optimierungen und in den Versionen zuvor einige Features, die für Kommandozeilen-Nutzer interessant sein dürften.

Wo Markdown drinsteckt, muss auch Markdown draufstehen

Das Markdown-Format ist im Grunde ein gewöhnliches Textformat, welches lediglich durch diverse Steuerzeichen erweitert werden kann, um bestimmte Textabschnitte von Dokumenten und Webseiten anders darzustellen oder spezielle Inhalte einzufügen. Um diesen Unterschied zu verdeutlichen, hat sich in Markdown-basierten Softwareprojekten als Erweiterung für Dateien die Endung .md etabliert, auch wenn technisch sonst keine Notwendigkeit hierfür besteht. Jetzt verwendet auch Datenstrom Yellow diese Dateierweiterung für neue Inhalte im Content-Ordner. Bereits vorher war es möglich, in der Konfiguration des CMS die Dateinamen-Erweiterung zu ändern, nun gilt .md als Voreinstellung. Bestehende Installationen werden ebenfalls auf die neue Erweiterung umgestellt, was dank des Software-Updaters völlig reibungslos funktionieren sollte.

Weitere Optimierungen gab es beim Markdown-Parser, der dadurch noch besser mit sogenannten Shortcuts zusammenarbeiten soll - also spezielle, durch eckige Klammern umrahmte Schlüsselwörter, um von Plugins bereitgestellte Inhalte in eine Webseite einzufügen. Auch der Umgang mit Ordnern und Dateien über den Browser wurde verbessert und erlaubt ab sofort das Umbenennen von Ordnern.

Feature-Verwaltung für die Kommandozeile

Bereits seit einigen Versionen können Drittanbieter ihre Plugins und Themes als Software-Release bei Datenstrom einreichen, sodass diese vom Update-Mechanismus des CMS berücksichtigt werden. Seit der vergangenen Version ist es sogar möglich, über die Kommandozeile die Features einer Yellow-Installation bequem zu verwalten. Website-Features bezeichnet hierbei ebenfalls die Plugins und Themes, die über das offizielle Plugin-Repository als Software-Update verteilt werden. Daher sind nicht alle Plugins verfügbar, die auch in der Plugin-Liste verlinkt sind. Die Kommandos zur Installation eines Website-Features erinnern dabei an Linux-typische Paketverwaltungen:

  • ~$ php yellow.php install: Zeigt alle verfügbaren Features an.
  • ~$ php yellow.php install [Feature]: Installiert ein Plugin oder Theme, wobei der Feature-Name als Parameter übergeben wird.
  • ~$ php yellow.php uninstall [Feature]: Entfernt ein Plugin oder Theme

Besonders bei neuen Website-Projekten kann man auf diese Weise schnell die benötigten Komponenten nachladen, ohne erst umständlich jedes einzelne Plugin von GitHub herunterladen zu müssen. Denkbar wäre, dass diese Funktion auch im Browser umgesetzt wird, um auch die Benutzer ohne Shell-Zugriff zu bedienen oder ein auch per Mausklick nutzbares Interface zu bekommen.

Wie üblich wird die neue Yellow-Version über das Software-Update verteilt oder ist als Installations-Archiv via GitHub verfügbar.

Über den Autor

Steffen Schultz, ein lichtloser Gelegenheitsblogger aus dem Norden Brandenburgs. Ich bin auf den Betriebssystemen Windows, Linux und Android unterwegs und berichte u. a. über meine Erfahrungen beim Nutzen von Anwendungen mit Zugangstechnologien für Blinde.

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